Richtige Präsentation: Retourenquote senken und Kundenzufriedenheit erhöhen
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Richtige Präsentation: Retourenquote senken und Kundenzufriedenheit erhöhen

Eine bewusste Kaufentscheidung senkt nicht nur die Anzahl von Unmengen an Retouren sondern steigert auch die Effizienz der Logistik. Die Anbieter sind gefordert Käufern bei der Entscheidung, das richtige Produkt auszusuchen, zu helfen. Die Unterstützung beim Onlineshopping erfolgt durch intelligente Tools und neue Sichtweisen durch Augmented Reality. Das Ziel ist den Kunden beim Online-Kauf genauso gut zu beraten wie im Geschäft.

Kaufentscheidung fällt erst nach der Lieferung

Vor allem bei der Kategorie Bekleidung fällt es dem Kunden schwer eine sichere Entscheidung zu treffen. Erst nach der Anprobe fällt die tatsächliche Entscheidung über einen Kauf oder einer Rückgabe des Artikels. Zukünftig soll durch bessere Visualisierung der Produkte und unterstützende Informationen Fehlkäufe unterbunden werden. Laut den Statistiken bei einer Retourenquote von über 27 Prozent besteht großer Bedarf an einer Optimierung dieser Art.

Der Mix von Bildern und Content macht den Unterschied

Mit zielgerichteten Maßnahmen und visualisierten Produktinformationen können Onlinehändler den Kauf unterstützen. Um den Optimierungsbedarf genau zu identifizieren, sind vorab Analysetätigkeiten vorzunehmen. Zum Beispiel können Anbieter das Prinzip der Fokusgruppen nutzen oder Eye-Tracking-Tests einsetzen. Damit ermitteln sie nicht nur welche Bilder und Detailaufnahmen sich die Tester auf Produktseiten anschauen, sondern auch die Dauer.

Ebenso ist es wichtig in Betracht zu ziehen, was sich Interessenten am seltensten anschauen. Daraus folgt ein aussagenkräftiges Datenpool, der detaillierte Analysen ermöglicht bei Gegenüberstellung mit Angaben aus Verkaufs- und Retourenquoten. Aus dieser Datengrundlage kann für jedes Produkt der effektivste Mix aus 3D-Bildern, Makroaufnahmen oder Ansichten aus unterschiedlichen Winkeln zusammengestellt werden.

Produktpräsentation durch Videos erregen hohe Aufmerksamkeit

Hochmoderne Produktvideos ermöglichen es, Produkteigenschaften für den Kunden erlebbar zu machen. Es bedarf einer detailliert geplanten Produktion, um Inhalte visuell informativ darzustellen. Idealerweise sollte das Setting strukturierte Einstellungswechsel, gleichmäßige Handbewegungen bei der Präsentation des Produktes vorweisen. Der Fokus liegt nur auf dem Artikel und seinen Eigenschaften.

Virtuelles Anprobieren durch AR-Technologien

Um Produkteigenschaften erlebbar zu machen, werden durch Bilder und Videos enorme Informationsdichten geschaffen: Durch die AR-Add-ons jedoch beginnt eine neue Ära. Solche Anwendungen erleichtern Kunden den Zugang zu diesen neuen Technologien. Durch Add-ons wie Amazon AR View können Fragen,  wie „Passt der Sessel zu meiner Einrichtung?“ oder „Steht mir die Farbe der Jacke?“ vor der Bestellung beantwortet werden. Daraus folgt eine deutlich verringerte Retourenquote. Ermöglicht wird den Nutzern ein virtuelles Probestellen aus der digitalen Artikelwelt im realen persönlichen Umfeld.

AR View bietet realistischen Eindruck

Die AR View arbeitet für einen realistischen Eindruck mit einem 3D-Modell. Nach Angaben der App und einer Videoaufnahme des Areals im privaten Umfeld folgt ein Platzierungsvorschlag für das Möbelstück. Schließlich kann der User Zoom- und Rotationsoptionen nutzen, um die Darstellung anzupassen. Bei Artikeln aus der Kategorie Bekleidung soll die virtuelle Anprobe ermöglichen. Durch einen patentierten virtuellen Spiegel von Amazon, welches die erfolgreiche Technologie des smarten Stylisten Amazon Echo Look mit AR kombiniert. Das System benötigt, ähnlich wie bei AR View, ein Bild des Areals, auf das der ausgewählte Artikel projiziert werden soll. Anschließend kann der Nutzer vorausgewählte Kleidung virtuell anprobieren. Wann genau die Anwendung benutzertauglich wird ist noch unklar. Sicher ist, dass die Anwendung den Onlinehandel im Bekleidungsbereich stark beeinflussen wird.

Investitionen vs. Nutzen

Innovations- und investitionsbereite bei Onlinehändler ist völlig abhängig vom Produkt selbst Bei Kleidung oder Möbeln sind AR-Anwendungen häufig sinnvoll. Für Elektrogeräte jedoch können Detailfotos oder Produktvideos als Informationsmedium sinnvoll sein. Entscheidend für welche Produkte sich eine AR-Applikation lohnt, liegt in der Kosten-Nutzen-Analyse.

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