North Focals: Die schlanke Smartphone-Datenbrille im Test
Bildquelle: www.bynorth.com
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North Focals: Die schlanke Smartphone-Datenbrille im Test

Das kanadische Unternehmen Focals will mit der Datenbrille North eine smarte Geräterevolution beginnen: Statt einer schweren und klobigen Brille wird es zunächst eine fast normale Brille als Smartphone-Verlängerung geben.

Seit Anfang des Jahres wird die Brille für rund 1.000 US-Dollar verkauft. Der Kaufprozess ist noch aufwendig: Die Brille muss mittels 3D-Scan genau auf das Gesicht des künftigen Trägers angepasst werden, damit das Display später richtig im Blickfeld sitzt. Möglich ist das nur in zwei Niederlassungen in Toronto und New York. Hergestellt wird Focals in einer Fabrik in Kanada. Kompatibel ist Focals mit den Benachrichtigungssystemen von Android und iOS. Korrekturgläser können eingesetzt werden, auch Kontaktlinsen in Kombination sind möglich.

Über eine Spezialbeschichtung wird das Licht eines im Brillenbügel eingelassenen Projektors ins Auge geleitet. Der Anzeigebereich ist rund 15 Grad weit und löst mit circa 300 mal 300 Bildpunkten auf. Er sitzt etwas nach rechts versetzt und soll im Blickfeld nicht stören. Bedient wird die Datenbrille über den Fingerring mit dem Mini-Joystick “Loop”. Focals kann zusätzlich via Sprachsteuerung bedient werden, Amazons Alexa wird unterstützt. Eine Kamera ist nicht verbaut.

Die eindrucksvollste Anwendung sei womöglich die einfachste Funktion überhaupt: Uhrzeit und Datum lassen sich durch einen Klick mit dem Joystick-Ring anzeigen. Ansonsten dient die Brille als Verlängerung des Smartphone-Displays und spiegelt die dort anfallenden Benachrichtigungen zu E-Mails, News oder Navigation direkt ins Sichtfeld.

Webseiten wie The Verge, Vired, Digitaltrends oder Techcrunch haben die Brille getestet. Folgenden positiven Gesamteindruck hat die Datenbrille bei den Testern ergeben:

  •  Die Datenbrille fühlt sich fast wie eine gewöhnliche Brille an
  •  Die Benutzerführung ist gelungen
  •  Modischer Stil und einwandfreie Funktionalität
  •  Bequeme Nutzung
  •  Die Brille fühlt sich „wie die Zukunft“ an

Trotz des positiven Eindruckes ist die Brille logischerweise noch in einigen Punkten ausbaufähig:

  • Augenmüdigkeit aufgrund der konstanten Verschiebung des Fokuspunktes zwischen der digitalen Einblendung
  • Klobiges Etui der Brille
  • Zu hoher Preis
  • Fehlende Navigationsangaben zum öffentlichen Nahverkehr
  • Geringe App-Auswahl und schlechte Textnachrichtenanbindung bei iOS
  •  Wärmeentwicklung am rechten Brillenbügel

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