DigiLens entwickelt VR- & AR-Kombidisplay mit 150 Grad Sichtfeld
DigiLens arbeitet auf eine Reduktion der Schichtzahl in seinen Wellenleitern hin.
Bildquelle: DigiLens
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DigiLens entwickelt VR- & AR-Kombidisplay mit 150 Grad Sichtfeld

Der Display-Entwickler DigiLens hat bekanntgegeben, an einem Virtual- und Augmented Reality-Display mit einem Sichtfeld von 150 Grad zu arbeiten. Welche Technologie steckt dahinter und wann soll das Display verfügbar sein?

Erst kürzlich präsentierte DigiLens sein neues Augmented Reality-Display für Motorradfahrer. Dieses kommt dünner daher, als zuvor, und bietet Zweiradfahrern visuelle Unterstützung im Straßenverkehr. Auf der AWE 2018 hat DigiLens-Gründer Jonathan Waldern nun preisgegeben, dass das Unternehmen an einem kombinierten AR- und VR-Display mit sehr großem Sichtfeld arbeitet.

VR- & AR-Display mit 150 Grad Field of View

Zuvor leitete DigiLens die drei Grundfarben des RGB-Spektrums – Rot, Grün und Blau – über drei separate Linsenschichten, sogenannte Bragg-Gitter, ins Auge des Anwenders. Indem der Hersteller den grünen Kanal aufteilte, erreichte er nun besagte dünnere Version, die mit nur zwei Schichten auskommt.

In Zukunft will DigiLens jedoch Lichtwellen aller Couleur auf eine Ebene bringen. Die freigewordenen Schichten sollen dann für andere Optimierungen genutzt werden, etwa eine Ausweitung des Sichtfelds. Durch eine Übertragung einzelner Bildabschnitte auf separaten Schichten soll demnach ein Sichtfeld (Field of View) von 150 Grad möglich sein.

Dies wäre mehr, als die Virtual Reality-Headsets Oculus Rift und HTC Vive (jeweils 110 Grad) bieten und würde insbesondere in puncto Augmented Reality für Aufsehen sorgen. Microsofts HoloLens etwa kommt mit nur 35 Grad daher, die SteamVR-kompatible AR-Brille MIX soll 96 Grad und Project North Star 100 Grad schaffen.

Wann erscheint das Kombi-Display?

Doch nicht nur ein großes Sichtfeld soll die Technik möglich machen. Wie Waldern ebenfalls angibt, könnte ein einziges Display gleichzeitig VR- und AR-Modi bieten, indem über Flüssigkeitskristalle eine Schicht verdunkelt und das Display so von transparent zu opak wechseln könnte – eine Technik, die DigiLens-Partner Panasonic entwickelt hat.

 

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Quelle: VR-World

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