20.11.2009

Sicher operieren dank 3-D

Vor hundert Jahren mussten Ärzte Verstorbene obduzieren, um etwas über das Körperinnere des Menschen zu erfahren. Heute unterstützen 3-D-Bilder mit detaillierten Informationen über die Organstruktur Chirurgen bei der Planung und Durchführung von Operationen.

(Quelle; do-it.online.de (MFG Baden Württemberg); Bildquelle: Thommy Weiss, www.pixelio.de)

 Auf dem Bildschirm seines Computers sieht der Chirurg eine dreidimensionale Leber. Rot ist der Tumor markiert, der das Organ befallen hat. Der Chirurg kann das 3-D-Bild drehen und wenden und immer weiter in die feinen Strukturen hineinzoomen. Er sieht genau, wie groß der Tumor ist und welche Gefäße in der Nähe liegen. So kann er die Vorgehensweise bei der anstehenden Operation sehr genau planen.

„Damit haben die Ärzte ein äußerst präzises Navigationssystem durch das Organ zur Verfügung“, erklärt Dr. Matthias Baumhauer. Er ist Projektleiter bei der Abteilung Medizinische und Biologische Informatik beim Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg, das bei der Visualisierung von Organen eine weltweit führende Stellung einnimmt.

Ein 3-D-Bild statt mehrerer Hundert CT-Bilder

Noch vor ein paar Jahren musste sich der Arzt eine Vielzahl zweidimensionaler Computertomografie (CT)-Aufnahmen ansehen, um sich ein Bild vom Körperinneren des Patienten zu machen. Heute steht ihm ein einziges, äußerst detailliertes 3-D-Bild zur Verfügung.

Besonders wichtig ist das bei der Operation von Weichgewebe wie Herz, Leber, Lunge, Niere und Prostata. Warum? „Die inneren Organe sind schwierig zu diagnostizieren und in der Bildgebung schwer zu erfassen, da sie sich durch die Atmung und den Herzschlag bewegen und die Strukturen so dicht beieinander liegen“, erklärt Baumhauer.

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